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Montag, 11. November 2002
olau, 11. November 2002 um 15:12:49 MEZ
Lache und die Welt lacht mit dir, weine und du bist allein Schon früh habe ich gelernt, dass ein Freund jemand ist, mit dem man »durch Dick und Dünn gehen« kann, also jemand, mit dem man die Höhen und Tiefen des Lebens durchsteht, der sich kümmert, wenn es einem schlecht geht, der da ist, wenn man Hilfe braucht, der tröstet, wenn man Kummer hat, und der mit einem lacht und gaukelt, wenn es einem gut geht. Einem Freund kann man alles erzählen, er hört zu, er nimmt einen Ernst, er gibt Rat, hinterfragt kritisch und nimmt nicht alles als selbstverständlich hin. Doch dafür braucht es Vertrauen, tiefes Vertrauen, bedingungsloses Vertrauen. Das ist eine Sache der Ehrlichkeit. Und eine wahre Freundschaft scheitert nicht am Geld. Nur einem Freund können Sie einen Koffer Geld überlassen, wenn Sie mal ein paar Wochen im Ausland oder sonstwo sind. Nur mit einem Freund können Sie streiten und alles wird wieder gut. Denn Freunde akzeptieren Macken und nehmen einen an, wie man ist. Freundschaft heißt dem anderen Freiräume zuzugestehen. Und die echte Freundschaft funktioniert auch auf die Distanz, denn die Eigenschaften eines Freundes sind Qualitätsmerkmale, nicht Quantitätsmerkmale. Freundschaft kennt ernste Momente genau so wie die Belanglosigkeit. Freundschaft ist kooperativ. Sie kommt ohne Anführer aus. Die Gestaltung einer Freundschaft ist eine Sache der Gegenseitigkeit. Deshalb übernimmt man als Freund auch Verantwortung für den anderen. Das Schönste an einer Freundschaft ist nicht die ausgestreckte Hand, das freundliche Lächeln oder der menschliche Kontakt, sondern das erhebende Gefühl, jemanden zu haben, der an einen glaubt, und einem das Vertrauen schenkt. Ralph Waldo EmersonManch einer brüstet sich, dass er viele Freunde habe. Ich erstarre bei solchen Äußerungen immer in höchster Ehrfurcht. Denn ich setze voraus, dass derjenige Freundschaft genau so definiert wie ich. Ich kann mich nicht abfinden damit, dass »Freundschaft« heutzutage inflationär benutzt wird. Man spricht vom Freundeskreis und meint die Clique. Man spricht vom Freund und meint den Saufkumpel. Man spricht von Freundschaft und teilt doch nur ein paar Interessen oder Hobbies miteinander. In einer Serie auf Pro7 hat der Charakter »Big« mal zum Besten gegeben, er habe keine Freunde, höchstens »interessierte Bekannte«. Das ist wenigstens ehrlich. Ich bin stolz und glücklich, dass ich exakt einen Freund habe.
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